Gleichstellung ist kein kurzfristiges CSR-Projekt und kein Kommunikationsanlass zum Weltfrauentag. In der Gi Group Holding ist sie Teil einer umfassenden globalen Nachhaltigkeitsstrategie, eingebettet in ein Rahmenwerk, das „Sustainable Work“ nennt und sich auf vier Säulen stützt: Decent & Safe Work, Employability & Satisfaction, Diversity, Equity & Inclusion sowie Safeguarding Resources for the Future. Diversity, Equity & Inclusion bilden darin keinen Zusatz, sondern das Herzstück der sozialen Nachhaltigkeit unserer Gruppe.

Unsere globale Strategie orientiert sich an den UN Sustainable Development Goals (SDGs), besonders an SDG 5 (Gender Equality). Für uns bedeutet das: Gleichstellung ist nicht nur eine interne Aufgabe, sondern ein Beitrag zu einem fairen und transparenten globalen Arbeitsmarkt. Unsere weltweiten Richtlinien und Standards, darunter unsere Ethik-, Diversitäts- und Verhaltenskodizes bilden dafür die Grundlage. In der Schweiz setzen wir diese Standards konkret um: in unseren Programmen, HR‑Prozessen und in der täglichen Entscheidungsfindung.

Mit einem Frauenanteil von 57 Prozent in unserem Unternehmen liegen wir über dem Schweizer Durchschnitt, doch der Fokus liegt nicht auf der Quote, sondern auf dem „Wie“. Unsere Leadership-Coachings, Mentoring-Programme, flexible Arbeitsmodelle, Parents@Work-Begleitung und equale Karriereprozesse und Lohnstrukturen sind Massnahmen, die nicht punktuell wirken, sondern strukturelle Veränderungen ermöglichen.

Zum Weltfrauentag 2026 lassen wir drei unsere weiblichen Führungskräfte zu Wort kommen: Angela, Kathrin und Paola wie sie Gleichstellung im Unternehmen wahrnehmen und leben.

Drei Frauen, drei Blickwinkel auf Gleichstellung

Angela Dies, HR Director

Angela, warum ist der Internationale Frauentag für Gi Group Switzerland wichtig?
„Weil er uns Gelegenheit gibt, unser Engagement sichtbar zu machen und gleichzeitig intern den Dialog zu vertiefen. Wir nutzen diesen Tag nicht für Rituale, sondern um zu reflektieren, wo wir stehen und was wir noch verbessern müssen. Für uns ist der Weltfrauentag ein Anlass, unsere Arbeitsplatzkultur der Chancengleichheit zu stärken.“

Wo steht die Gi Group Switzerland aktuell bei Women in Leadership?
„Unsere Kultur bestätigt, dass wir unabhängig von Geschlecht, Herkunft oder Alter fördern und fordern. Für Frauen haben wir klare Entwicklungsinstrumente: Leadership Coachings, unsere Return-to-Work-Begleitung „Parents@Work“, externe Weiterbildungen. Wir schaffen flexible Arbeitsmodelle und ermöglichen verlängerte Elternzeiten. Und um es diplomatisch auszudrücken: Es ist in der Schweiz nicht selbstverständlich, dass eine schwangere Frau in eine Führungsrolle berufen wird. Bei uns ist dies Tatsache und das ist einer der Gründe, weshalb ich hier arbeite.“

Welche Initiativen habt ihr konkret implementiert?
„Wir arbeiten mit objektiven HR-Prozessen, Equal-Pay-Analysen, Mentoring, Entwicklungsprogrammen, Skill-basierten Auswahlverfahren und strukturierten Karrierepfaden. Das alles stützt sich auf unsere globalen DEI-Standards und den Sustainable-Work-Ansatz.“

Gibt es messbare Fortschritte?
„Unser Frauenanteil ist seit Jahren stabil hoch, auch im Leadership. Das ist kein Zufall, sondern die Wirkung unserer strukturellen Arbeit. Zudem zeigt unsere Equal-Pay-Überprüfung, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Der Lohnunterschied zwischen Frau und Mann befindet sich nämlich unter der vom Bund empfohlenen Schwelle von 5%.“

Wo liegen die Herausforderungen?
„Wir müssen Momentum halten und sicherstellen, dass Gender Balance wirklich alle Bereiche erreicht, inklusive MINT oder spezialisierte Rollen. Und klar: Der Markt für erfahrene weibliche Führungskräfte ist hart umkämpft. Aber wenn wir sie gewinnen, bleiben sie und entwickeln sich weiter.“

 

Kathrin Gasser, Director Corporate Sales & Marketing

Kathrin, was bedeutet Führung für dich persönlich?
„Ein Umfeld zu schaffen, in dem Menschen ihr Potenzial ausschöpfen können. Führung hat für mich viel mit Raum, Sicherheit und Klarheit zu tun.“

Welche Erfahrungen haben dich geprägt?
„Am meisten gewachsen bin ich in Situationen ausserhalb der Komfortzone: internationale Aufgaben, gescheiterte Projekte, neue Rollen. Das hat mich resilient gemacht und meinen Führungsstil geschärft.“

Wie entsteht eine Kultur, in der Frauen wachsen können?
„Durch psychologische Sicherheit. Frauen und alle unterrepräsentierten Gruppen brauchen ein Umfeld, in dem sie Fehler zugeben können, Risiken eingehen dürfen und ohne Angst ihre Meinung äussern. Das ist einer der stärksten Erfolgsfaktoren, und Studien bestätigen das. Kommunikation, klare Werte und konsequentes Leadership sind dafür entscheidend.“

Welche Barrieren siehst du in der Branche?
„Frauen sind in der Schweizer Personaldienstleistungslandschaft zwar sichtbar, aber oft in Support-Funktionen. In strategischen Business-Entscheidungen ab dem mittleren Management sind sie noch zu selten vertreten. Und genau dort liegt der grösste Hebel für Veränderung.“

Wie zeigt sich Gleichstellung bei uns im Alltag?
„Für mich persönlich sehr konkret: Ich wurde während meiner ersten Schwangerschaft in eine Führungsrolle berufen. Und während meines Mutterschaftsurlaubs mit meinem zweiten Kind in eine neue Rolle. Das zeigt mehr als jedes Programm: Gleichstellung wird bei uns gelebt.“

 

Paola Giardini, Branch Manager Grafton Mendrisio

Paola, wie hat sich dein Weg zur Führungskraft entwickelt?
„Nicht geplant. Meine Karriere ist organisch aus Leistung, Verantwortung und Vertrauen entstanden. Ich habe als Consultant angefangen, Kunden aufgebaut, Resultate geliefert. Führung kam dann, weil andere gesehen haben, dass ich Verantwortung übernehmen kann.“

Was motiviert dich in deiner Rolle?
„Zu sehen, wie Menschen wachsen. Ich fühle mich dann wirksam, wenn ich mein Team durch Klarheit, Unterstützung, Organisation oder einfach durch Präsenz stärken kann.“

Welche Fähigkeiten haben dir geholfen?
„Ausdauer, der Wunsch, jeden Tag besser zu werden, Empathie, Anpassungsfähigkeit, und die Fähigkeit, Rückschläge zu absorbieren und wieder aufzustehen. Und natürlich Leidenschaft für das, was ich tue.“

Wie förderst du Diversität in deinem Team?
„Vor allem durch Vorleben: respektvoll, offen, ohne unnötige Härte. Ich glaube, dass man führen kann, ohne Lautstärke. Dieses Klima schafft Inklusion.“

Gibt es Herausforderungen, die Frauen besonders betreffen?
„Ja, subtil und manchmal spürbar. In männlich geprägten Kontexten kann man sich schnell am Rand wiederfinden. Und Mutterschaft ist wunderschön, aber anspruchsvoll, man jongliert ständig. Diese Erfahrungen haben mich zu einer empathischeren Leaderin gemacht.“

 

Wie DEI und CSR bei der Gi Group zusammenwirken und warum Women in Leadership ein strategischer Auftrag bleibt

Wenn man die drei Perspektiven von Angela, Kathrin und Paola nebeneinanderlegt, entsteht ein Bild, das weit über die üblichen Aussagen zum Weltfrauentag hinausgeht. Es zeigt, wie Gleichstellung entsteht, wenn ein Unternehmen nicht nur Programme anbietet, sondern seine gesamte Struktur darauf ausrichtet, von globalen Richtlinien über HR-Prozesse bis hin zu den täglichen Entscheidungen, die Führung prägen.

Die Gi Group Holding versteht CSR und Diversity nicht als zwei getrennte Bereiche, sondern als ein ineinandergreifendes System. Unser „Sustainable Work“-Ansatz macht deutlich, dass faire Arbeitsbedingungen, Chancengleichheit, Inklusion und nachhaltige Entwicklung untrennbar miteinander verbunden sind. DEI ist dabei keine kommunikative Ergänzung, sondern eine zentrale Säule unserer Verantwortung als globale Arbeitsmarktgestalterin. Die Programme, die in der Schweiz umgesetzt werden, darunter Coaching, Mentoring, Parents@Work, flexible Modelle und egalitäre HR-Prozesse sind Ausdruck dieser strategischen Verankerung.

Gleichzeitig zeigt der Alltag unserer Führungskräfte, dass Richtlinien nur dann Wirkung entfalten, wenn sie gelebt werden. In der Kultur, die Kathrin beschreibt, in den strukturellen Entscheidungen, die Angela verantwortet, und in der Art, wie Paola führt, wird sichtbar, wie Diversity, Equity & Inclusion zu einem echten Wert wird, nicht durch Leitsätze, sondern durch Verhalten, das Orientierung gibt, Vertrauen schafft und neue Standards innerhalb der Schweizer Personaldienstleistungsbranche setzt.

Der Weltfrauentag erinnert uns trotzdem daran, wie viel Arbeit in der Schweiz noch vor uns liegt. Doch er zeigt auch, dass Fortschritt möglich ist, wenn Unternehmen bereit sind, Verantwortung konsequent wahrzunehmen. Für uns bedeutet Women in Leadership deshalb kein jährliches Bekenntnis, sondern einen langfristigen Auftrag: Frauen sollen nicht die Ausnahme in Führungsrollen sein, sondern ein selbstverständlicher Bestandteil davon. Und genau daran arbeiten wir weiter – mit Struktur, Haltung und der Überzeugung, dass nachhaltige Arbeit immer auch gerechte Arbeit sein muss.

 

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